Die Qualität maschineller Übersetzungen von Anbietern wie DeepL, ChatGPT und Claude hat sich in den letzten Jahren enorm verbessert. Sie sind außerdem schneller und günstiger als ein Humanübersetzer. Viele Unternehmen, Organisationen, akademische Institutionen und Privatpersonen nutzen diese Angebote für die Übersetzung ihrer deutschen Texte ins Englische. Vor der Veröffentlichung wird das Ergebnis üblicherweise noch an einen englischsprachigen Lektor gegeben, um sicherzustellen, dass „keine Fehler“ enthalten sind.

An dieser Stelle möchte ich kurz erklären, warum ein herkömmliches Lektorat für professionelle Texte, die durch KI übersetzt wurden, nicht ausreicht, und warum das gründlichere Post-Editing-Verfahren empfehlenswert ist.

Kaufen Sie nicht noch mehr Hamster! Die maschinelle Übersetzung hat sich seit 2022 enorm weiterentwickelt. Dennoch wollen Sie derartige Fehler ausschließen.

Was macht ein Lektorat?

Ein herkömmliches Lektorat wird in einer maschinellen Übersetzung nur wenige beweisbare Fehler finden. DeepL und Co. sind mittlerweile zu gut, um einfache Rechtschreib- oder Grammatikfehler zu machen. Wenn ich als Lektor einen solchen Text lese, werde ich Sätze umschreiben, damit sie besser klingen, oder die Zeichensetzung nach dem jeweils geforderten Styleguide korrigieren.

Im Text verstecken sich jedoch wahrscheinlich Fehler, die bei einem Lektorat übersehen werden. Diese lassen sich nur entdecken und korrigieren, wenn man die Übersetzung mit dem Ausgangstext abgleicht.

Die Fehler der KI-Werkzeuge

Es gibt drei grundlegende Fehler, die eine Übersetzungsmaschine typischerweise macht. Erstens, Fehlinterpretation der Bedeutung: KI kann sich für die falsche Bedeutung eines Wortes entscheiden, einen Bezug missverstehen oder Ironie, Doppeldeutigkeit und Anspielungen übersehen. KI kann auch den Inhalt ändern, indem sie Details weglässt oder Text hinzufügt, der im Quelltext nicht enthalten ist.

Zweitens übersetzt sie Fachbegriffe häufig nicht einheitlich. Zum Beispiel wird „Fehlerstrom“ in einem Satz mit „residual current“, im nächsten mit „fault current“ übersetzt. Als Lektor, der nur den englischen Text prüft, würde mir diese Unstimmigkeit entgehen. Ich würde beim Lesen davon ausgehen, dass auch im Deutschen zwei unterschiedliche Begriffe verwendet werden. Da die beiden englischen Begriffe unterschiedliche Bedeutungen haben, kann das beim Leser zu Verwirrung führen.

Drittens übersetzt die KI manchmal schlichtweg falsch. Nehmen Sie zum Beispiel folgende Übersetzungen (Stand: Oktober 2026):

Hier handelt es sich um ein Cabrio. „with the top down“ heißt mit offenem Verdeck. Das Verdeck war aber doch zu (es war ja „feucht“). Auf Englisch muss das „with the top up“ heißen.

Ein „one-bedroom flat“ wäre eine 2-Zimmer-Wohnung (Wohnzimmer + Schlafzimmer). Der korrekte Begriff wäre „studio flat“ (US-Englisch) oder „bedsit“ (UK-Englisch).

Solche falschen Übersetzungen führen zu Verwirrung.

Warum braucht man Post-Editing?

Wie ich gezeigt habe, können maschinell übersetzte Texte Fehler enthalten, die das Verständnis mindern oder irreführend sind. Deshalb sollten solche Texte, wenn sie für eine breitere Leserschaft intendiert sind, immer ein grundlegendes „Post-Editing“ erfahren. Dieser Prozess umfasst alles, was zu einem Lektorat gehört (Prüfung von Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung sowie stilistische Verbesserungen). Gleichzeitig wird aber die englische Übersetzung mit dem deutschen Ausgangstext abgeglichen. Wo die Übersetzung falsch ist oder lesbarer und verständlicher formuliert werden kann, übersetze ich den Satz für Sie neu. So können Sie sicher sein, dass sich der Text nicht nur gut liest, sondern auch den deutschen Inhalt korrekt wiedergibt.

Fazit

Ein Humanübersetzer liefert weiterhin die höhere Übersetzungsqualität, vor allem bei komplizierten Fachtexten. KI-Werkzeuge wie DeepL, ChatGPT und Claude bieten jedoch heute eine praktikable Alternative bei knappen Budgets und engen Deadlines. Das Übersetzungsergebnis sollte jedoch auf jeden Fall ein Post-Edit durchlaufen, um eine korrekte und verständliche Übersetzung zu gewährleisten. Diese Dienstleistung kostet mehr als ein herkömmliches Lektorat, ist aber immer noch günstiger als eine Humanübersetzung. Gern übernehme ich das Post-Editing Ihrer Übersetzung, damit Ihr Text vor der Veröffentlichung den Qualitätsansprüchen entspricht. Fordern Sie ein Angebot an.