Übersetzungen werden heute meist nicht mehr von Menschen, sondern durch KI erstellt. Die neuesten Technologien erzielen bessere Ergebnisse als je zuvor. Eine Überprüfung durch einen menschlichen Lektor bleibt aber weiterhin unverzichtbar, wenn der Text für eine breitere Leserschaft bestimmt ist. In wenigen Schritten gelangt man jedoch zu besseren KI-Übersetzungen. Das reduziert den Arbeitsaufwand für den Lektor – und damit den Preis.

Auf dieser Seite zeige ich, wie Sie bei der Übersetzung vom Deutschen ins Englische das Beste aus der KI holen.

Schritt 1: Den Ausgangstext vorbereiten

Prüfen Sie den deutschen Originaltext vor der Übersetzung auf Klarheit und Verständlichkeit. Es geht nicht darum, den Schreibstil zu vereinfachen, sondern Mehrdeutigkeiten zu beseitigen. Machen Sie klar, wer was tut und worauf sich Wörter wie das, es oder sie beziehen. Prüfen Sie potenziell mehrdeutige Verwendungen von sie, Sie und ihr. Die berüchtigt langen deutschen Satzkonstruktionen können die KI überfordern. Kürzere Sätze führen oft zu klareren Ergebnissen. Verwenden Sie Fachbegriffe einheitlich. Wenn zwei Begriffe dasselbe bezeichnen, beschränken Sie sich möglichst auf einen. Behalten Sie Ihre Zielgruppe im Blick. Schreiben Sie nicht “Er wurde in Ulm geboren”, wenn Leser eher nicht wissen, wo das liegt. Besser wäre hier womöglich: „Er kam in Süddeutschland zur Welt”.

Nicht der Verfasser der Bewertung war im Urlaub, sondern Herr Schmidt. KI denkt nicht wie Menschen, und kann aus neutralen Ausdrücken falsche Bezüge herleiten. Uneindeutige Ausdrucksweisen sollte man daher vermeiden.

Schritt 2: Wählen Sie Ihre KI mit Bedacht und prompten Sie gründlich!

Nicht alle KIs sind gleich. Es gibt große Qualitätsschwankungen und selbst im Jahr 2026 kommt die KI zuweilen zu erstaunlich schlechten Übersetzungsergebnissen. Überlegen Sie sich also gut, welches KI-Tool Sie verwenden. Einfach die Datei hochladen und eine Übersetzung anfordern, reicht nicht. Stellen Sie der KI weitere Informationen zur Verfügung: Was wird übersetzt, für welche Zielgruppe, welcher Stil und Tonfall wird gewünscht, soll es britisches oder amerikanisches Englisch sein? Geben Sie der KI ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen. (Bei längeren Texten muss man das Glossar ggf. mehrmals hochladen, die KI hat ein kurzes Gedächtnis.) Je spezifischer die Anweisungen, desto eher wird die Übersetzung Ihren Wünschen entsprechen.

Schritt 3: Geben Sie das Ergebnis einem menschlichen Lektor

Die Befolgung dieser Schritte wird die Qualität der Übersetzung verbessern. Betrachten Sie das Resultat trotzdem nur als einen ersten Entwurf. Ein menschlicher Lektor wird den Text Satz für Satz prüfen – und dabei Stil und Verständlichkeit verbessern – und das Dokument im Ganzen betrachten – um sicherzustellen, dass alles aus einem Guss ist und Fachbegriffe einheitlich verwendet werden. Das Ziel eines Lektorats ist ein klarer, verständlicher, flüssig zu lesender Text, der zur Zielgruppe passt. Wenn es das Budget zulässt, wird ein Post-Editing das Endergebnis noch verbessern. Hier wird die Übersetzung mit dem deutschen Ausgangstext verglichen, um mögliche Übersetzungsfehler zu erkennen und sicherzustellen, dass der Stil dem Original entspricht. Lesen Sie mehr über Post-Editing hier: Post-Editing maschineller Übersetzungen

Ich berate meine Kunden gern zu den besten KI-Tools und zur Formulierung zielführender Prompts. Ich kann auch die Übersetzung für Sie erstellen. Kontaktieren Sie mich, wenn ich Ihre KI-Übersetzung lektorieren oder einem Post-Editing unterziehen soll. Fragen Sie nach einem unverbindlichen Angebot für beide Optionen.

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